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Kreis-Handballer in der Zwickmühle PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Julia Eisenschmidt   
Freitag, 18. Juli 2008

aus dem Regionalteil "Osterholzer Kreisblatt" vom 18.07.2008

Fachverband soll bleiben, aber auch Spiele mit Bremen

Von unserem Mitarbeiter Wilhelm Schütte

 

OSTERHOLZ-SCHARMBECK. Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) bestand bis zum Juli 2007 aus 48 Handballkreisen. Dann beschloss der Verbandstag in Hannover eine Satzungsänderung. Um Kosten zu sparen und aus Gründen des effektiveren Spielbetriebes wurden aus den Kreisen durch Zusammenlegung 17 Regionen gebildet. Vorgesehen war, den Kreis Osterholz mit dem Kreis Cuxhaven zu einer solchen Gliederung zusammenzufassen.

Alle Regionen/Gliederungen haben nach der neuen Satzung jedoch nur Stimmrecht im Erweiterten Präsidium (EP), wenn sie über einen eigenen Spielbetrieb verfügen. Im EP aber werden zwischen den Verbandstagen die wichtige Entscheidungen gefällt. Und genau hier setzt für den Kreishandballverband Osterholz unter seinem Vorsitzenden Helmut Meinke die Schwierigkeit ein. Der Kreis verfügt über keinen eigenen Spielbetrieb, sondern ist spieltechnische dem Bremer Handball-Verband angeschlossen.

Diese seit Jahren geübte Praxis wollen die Handballer des Kreises Osterholz unbedingt beibehalten, da es den Vereinen bei einer Zusammenlegung mit Cuxhaven kaum zuzumuten wäre, beispielsweise mit einer E-Jugend nach Cuxhaven zu fahren.

Wie soll nun aber verfahren werden, um einerseits als eigener Fachbereich im Kreis Osterholz bestehen zu bleiben und den Spielbetrieb mit den Bremern aufrecht zu erhalten, andererseits aber die Stimme im EP nicht zu verlieren? Zu Klärung dieser Frage weilten kürzlich Wolfgang Ullrich, der Präsident des HVN, und sein Rechtswart Thomas Rössing-Schmalbach in der Kreisstadt.

Die Vertreter des HVN hätten es nicht ungern gesehen, wenn die Osterholzer als eigener Fachverband nicht mehr existent wären. Das aber sahen die Kreisvertreter als völlig unrealistisch an. Mitgliedschaft im Kreissportbund, die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis, Sponsoren und vieles mehr wären verloren gegangen. Auch die zweite angedachte Möglichkeit, eine Zusammenlegung nur in verwaltungstechnischer Hinsicht mit Cuxhaven - dort regelt ein eigener Vertrag mit den Bremerhavenern die spieltechnischen Belange - scheidet wegen der Umständlichkeit aus.

Der Kreishandballverband Osterholz will jetzt versuchen, mit dem Kreis Bremen einen eigenen Vertrag abzuschließen - analog wie Bremerhaven/Cuxhaven -, um einerseits auch weiterhin mit vollem Stimmrecht beim Handball-Verband Niedersachsen vertreten zu sein und auf der anderen Seite auch künftig spieltechnisch an Bremen angeschlossen zu bleiben.

Aktualisiert am 09. Oktober 2009