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Zwei unglückliche Niederlagen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Julia Eisenschmidt   
Dienstag, 15. Februar 2011

Handballerinnen der HSG Schwanewede/Neuenkirchen II und des TSV Meyenburg verlieren Halbfinals

Von Tobias Dohr

Bremen-Nord. Es hat nicht sollen sein. Weder die HSG Schwanewede/Neuenkirchen II noch der TSV Meyenburg haben ihre Halbfinal-Begegnungen im Handball-Kreispokal der Frauen gewinnen können.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen II - Hastedter TSV II 18:21 n.V. (17:17/11:9): "Hätte das Spiel 57 Minuten gedauert, wäre alles perfekt gewesen", sagte HSG-Coach Heiner Wenzel nach der Partie. Lange Zeit hatte seine "krasse Clique" (Wenzel) eine wirklich starke Leistung gegen den Kreisoberligisten gezeigt. "Wenn wir immer so spielen würden, stünden wir in der Kreisliga ganz oben", war sich Wenzel sicher. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahm die HSG II das Kommando und baute die anfängliche Ein-ToreFührung kontinuierlich aus. Drei Minuten vor Schluss sah es tatsächlich so aus, als könnte der Underdog die Überraschung schaffen (17:14). Doch dann wurde die große Chance zum 18:14 vergeben. Hastedt verkürzte und stellte auf Manndeckung um. Damit kam die HSG nicht klar.
Kurz vor Schluss fiel der Ausgleich und in der Verlängerung waren die Wenzel-Schützlinge mit ihren Kräften am Ende. "Die Abwehr stand wirklich gut. Wir haben vorne leider ein bisschen viel verworfen. Aber insgesamt war das ein wirklich gutes Spiel", lobte Wenzel sein Team.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen II: Lehmann, Lindemann; Haensgen (4), von Wieding (3/2), Marschollek (1), Petersen (5/3), Dennhardt (5), Wölke, Baumhöfer, Koß.

SG Bremen-Ost II - TSV Meyenburg 22:20 (10:12): Das Team von Trainer Andreas Bräuer, das in der Liga seit vier Spielen auf einen Sieg wartet, konnte auch im Pokal kein Erfolgserlebnis feiern. "Am Ende fehlte auch der Glaube", so Bräuer. Dennoch hatte er auch Lob übrig: "Wenn wir so weiterspielen, werden wir auch wieder gewinnen." Denn beim unangefochtenen Kreisliga-Spitzenreiter zog sich der Kreisoberligist trotz stark ersatzgeschwächtem Kader gut aus der Affäre, führte zur Pause mit zwei Toren und konnte diesen Vorsprung bis zur 48. Minute (18:17) halten. Erst dann machte sich bemerkbar, dass SGBO II mit kompletter Bank angetreten war, dem TSV aber nur "eineinhalb Auswechselspielerinnen" (Bräuer) zur Verfügung standen. Einige Unkonzentriertheiten brachten Meyenburg somit wieder einmal um den verdienten Lohn. "Die Moral war dennoch in Ordnung", sagte Bräuer und warf bereits einen Blick auf das Wochenende: "Das Spiel gegen Rotenburg ist ohnehin viel wichtiger."

TSV Meyenburg: Buth, Steilen; Wäke (5), Seebeck (1), Kruse (2), Libchen (1), Lenz-Kaewert (2/1), Wätje (4/4), Blendermann (2), Köpke (3/1).

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Die Norddeutsche WEM Seite: 8 Datum: 11.02.2011