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Geschrieben von: Julia Eisenschmidt   
Mittwoch, 21. Dezember 2011

SV Grambke-Oslebshausen sichert sich im Spitzenspiel ein 20:20-Unentschieden

Die Handball-Frauen des SV Grambke-Oslebshausen gehen als Tabellenführer der Kreisoberliga Nord ins neue Jahr. Die Gelb-Blauen trennten sich im Spitzenspiel vom Dollerner SC mit 20:20. Die Mannschaften aus Arsten und Hastedt stehen jedoch normalerweise aufgrund eines weniger ausgetragenen Spiels noch um einen Minuspunkt besser als der SVGO da.

Von Olaf Kowalzik

Grambke·Meyenburg. Der TSV Meyenburg rutschte dagegen beim Gastspiel in Langen in der Handball-Kreisoberliga Nord mit einer blamablen 17:30-Pleite im Kellerduell auf den letzten Platz ab.

SV Grambke-Oslebshausen - Dollerner SC 20:20 (10:10): Was für eine Achterbahnfahrt des Spitzenreiters: Erst legte er eine 5:2-Führung vor, um einem 5:9-Rückstand hinterherzulaufen. Nach der Pause hatte er den Spieß erneut zum 14:12 umgedreht, um danach nahezu permanent die Hacken der Gegenspielerinnen zu sehen.

Nach dem 17:19 glich die mit Abstand beste Grambkerin, Britta Fislage, mit zwei Sprungwürfen zum 19:19 aus (56.). Nach dem 19:20 behielt schließlich die blasse Spielführerin Maike Kohlmeyer per Siebenmeter zum 20:20 die Nerven, bevor Grambkes Torfrau Schröder ihrem Team mit einem parierten Siebenmeter wenigstens einen Punkt rettete.

"Ein gerechtes Ergebnis", wie der SVGO-Trainer Oliver Bergmann nach dem Abpfiff zugab. "Wir waren spielerisch stärker, dafür war Dollern uns körperlich überlegen. Unterm Strich gesehen hatten wir uns nicht clever genug angestellt." Damit meinte er vor allem die Phase nach dem 16:17-Rückstand, als die Gastgeberinnen aus drei Zeitstrafen der Niedersachsen fast kein Kapital schlugen.

SV Grambke-Oslebshausen: Schröder, Abeldt; Aumann (1), Kohlmeyer (2/2), Feldermann, Piepjohn, Reimann (1), Jung (1), Schultze, Fislage (9/1), Sieglitz (3), Albrecht (3/1)

TV Langen - TSV Meyenburg 30:17 (13:6): Sind die Gäste wirklich so schlecht, dass sie sich vom bis dahin ebenfalls punktlosen Tabellennachbarn derart abschlachten ließen und ist diese Spielklasse für sie etwa doch ein Tick zu hoch? Diese Fragen muss das neue Schlusslicht zweifelsohne stellen. Bei dessen Trainer Andreas Bräuer saß der Stachel sogar noch einen Tag später ungemein tief - schmerzhaft tief.

"Ich kann die Einstellung meiner Mannschaft überhaupt nicht nachvollziehen. Da muss man doch mehr Willen und Kampf haben", maulte er gewaltig mit seinem Team. Dabei war der Gastgeber TV Langen gewiss keine Mannschaft, hinter dem sich die Meyenburgerinnen verstecken mussten. Außerdem hatte sie sich noch unter der Woche mit einem 25:19-Erfolg im Kreispokal über die HSG Vegesack-Hammersbeck frisches Selbstvertrauen verschafft.

Aber wenn beim Bräuer-Team schon die Führungsspielerinnen ihre Leistung nicht abrufen, dann kann es auch das Kellerduell nicht gewinnen. Daher hatte der TV Langen die Fronten nach dem 5:4 (17.) mit dem 13:6-Pausenvorsprung sehr schnell geklärt.

TSV Meyenburg: Steilen, True; Steil (1), Lenz-Kaewert (4), Seebeck, Marquart (1), Blendermann (1), Köpke, Kruse (1), Roehr, Eisenschmidt (6/3), Junge (3)

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Die Norddeutsche WEM Seite: 8 Datum: 21.12.2011